Alle Beiträge von wurster@blog

Programmtip

Veranstaltungstip
Samstag, 31. August um 19:30  Pusdorf Studios · Bremen, Ladestraße 14

Die interessante Abendunterhaltung
Lesen und Zeigen.

„Liebe Freunde der interessanten Abendunterhaltung. Wir melden uns nach über einem Jahr Pause mit mit einer Sensation zurück: In einem spektakulären Experiment werden die Superstars der komischen Kunst Miriam Wurster (Titanic und anderswo) und Leo Fischer (ebd.) zusammen auftreten und „mal gucken was man so zusammen machen kann“. Leo Fischer wird dann seine lustigen Texte lesen und Miriam Wurster ihre wunderbaren Cartoons zeigen. Es wird irre gut werden und wir können eigentlich nur empfehlen zu kommen um sich das anzusehen. Kein Eintritt, rechtzeitig da sein und wenn zu viele Leute kommen, können sie sich schon mal darauf einstellen, beim Stühle tragen zu helfen.“

Die Einsamkeit

Im Weser Kurier vom 2. 8. schrieb die Journalistin Silke Hellwig zum Thema Einsamkeit. Sie hat auch mich zu den Erfahrungen während meines Kunststipendiums befragt. Ein schönes Zitat von Marie Ebner-Eschenbach stand daneben: „Überlege wohl, bevor du dich der Einsamkeit ergibst, ob du auch für dich selbst ein heilsamer Umgang bist.“

Unterkiefer

Nach einer Zahnbehandlung ist mein Unterkiefer deutlich angeschwollen und blau angelaufen. Man sagte mir, ich hätte nun Ähnlichkeit mit Marlon Brando als der gealterte Pate. Andere finden den Vergleich mit Max Moor von „Titel Thesen Temperamente“ treffender. Jedenfalls weichen mir die Leute auf dem Gehweg aus.

Wer schafft’s? Wer nicht?

Wer schafft’s? Wer nicht?

Ich liege, örtlich betäubt, im Sessel der gleißend hellen zahnchirurgischen Praxis. Eine kleine Kreissäge fräst sich durch den Eckzahn, Schmelzsplitter fliegen durch die Luft, Geräte piepen. Hinter der Glaswand eilt emsig medizinisches Personal umher, mit Haube und Mundschutz versehen, freudig erregte Rufe nach Tupfer, Turbine und Bohrerplatte schallen durch die Räume. Es beschleicht mich die Ahnung, dass ich hier Komparsin bin und dass es in erster Linie darum geht, amerikanische Krankenhausserien nachzuspielen.

titanic  märz  2019

Ursprung

14. 05. 2019

Ursprung

Nazitum wird vornehmlich von männlichen Vertretern in Taten umgesetzt. Wenn davon die Rede ist, wird gern genüsslich ein sprachliches Bild ausgebreitet: »Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch«, ein Brecht-Zitat. Als Hobbypsychologin stelle ich fest: Die Abscheu gegen das Böse-Weibliche ist greifbar. Viel passender wäre hier doch zum Beispiel: »Da kriecht noch immer was Fruchtbares durch den Samenleiter.«

titanic  apr  2019

Bionik

02. 05. 2019

Bionik
Drei ältere Männer sitzen um einen kleinen Tisch in einem Frankfurter Bäckerei-Café und fachsimpeln über Naturphänomene. Der eine fragt triumphierend: „Wie hält sisch der Gecko an de Wand?“ Kurze rhetorische Pause, mäßig interessiertes Abwarten der Zuhörer, dann: “ Des sin die Häärsche an die Füß, die greife zwische die Atome!“

Wildtiere & Fundtiere in Wald und Flur

27. 2. 2019

Bei Spaziergängen oder ähnlichen Ausflügen kommt es immer mal wieder vor, dass man auf wilde, anscheinend hilflose Tiere trifft. Häufig fühlt sich der eine oder andere umsichtige Naturfreund dann geneigt, das Tier aufzunehmen und beim nächsten Tierheim abzugeben.  Bitte tun Sie das nicht! Erfahrungsgemäß handelt es sich nur in den seltensten Fällen um wirklich hilflose Gesellen!

Einöde

16. 12. 2018

Einöde
Ein Schwede erzählte, daß er vor einigen Jahren die Zivilisation und besonders seine Mitmenschen gründlich satt hatte und daß er sich deshalb mit seinem Kanu in die schwedische Wildnis begab. Er durchpaddelte menschenleere, mückenreiche Wälder, aß spartanisch und schlief sogar nachts in seinem Boot. Als ihn am dritten Abend doch ein wenig die Einsamkeit überkam, war er erleichtert, gar nicht weit entfernt fröhliche Stimmen zu hören, offenbar wurde ein Fest in einer abgelegenen Ferienhütte gefeiert. Er beschloss also, hier, in sicherer Entfernung, aber doch mit der beruhigenden Gewissheit von Menschen in der Nähe, die Nacht zu verbringen. Zufrieden aß er sein Knäckebrot und Dosenfisch und machte sich zum Schlafen bereit. Da flaute das Lachen ab, Autos wurden gestartet und bald verebbte auch die letzte Stimme und das letzte Motorengebrumm. Es blieben nur die unheimlichen Geräusche der Dämmerung und eine Gräte kratzte im Hals.

 

Das Familienfest

05. 10. 2018

Das Familienfest
Die letzte Illusion, noch einen Quentchen Berufsjugendlichkeit inne zu haben, geht flöten, wenn den pubertierenden Neffen damit gedroht wird, zur Strafe im Auto der Tante mitfahren zu müssen, wenn sie nicht spuren.

titanic sept 18

Achtung

29. 08. 2018

Ein unscheinbar wirkender älterer Herr mit guten Umgangsformen spricht alleinreisende Damen im Zug nach Bremerhaven an. Er fragt sie aus, woher sie kommen und wohin sie wollen. Es handelt sich mit Sicherheit um einen Heiratsschwindler, der sich als Mitarbeiter der DB-Fahrgastdatenerhebung ausgibt.

titanic  april  18

Fahrradverleih

08. 08. 2018

Fahrradverleih
Ein Ehepaar kommt zurück mit den eben schon einmal reklamierten Rädern. Der Mann: »Also technisch ist jetzt alles in Ordnung, aber meine Frau ist immer noch unzufrieden!«

titanic  sept 16

Mantras und Mudras

24. 06. 2018

Mantras und Mudras
Beim Yoga geht es nicht um Vergleiche oder Leistung, es fördert Achtsamkeit, Demut und Hingabe. Also gut, durch die geschlossenen Augenlider wird schon geprüft, wie weit die Nachbarin bei der Vorwärtsbeuge kommt, wie lange die Streberin ganz vorne den Pflug halten kann. Am Ende der Stunde kann ich dann endlich punkten, bei der Tiefenentspannung ziehe ich sie alle ab.

titanic  juni 18

Igitte

20. 05. 2018

Wie ich zum Cartoon-machen kam – ein Artikel im Weser Kurier                                                  „…In der zwölften Klasse habe ich dann für die Schülerzeitung eine Frauenzeitschrift persifliert. Ich habe sie „Igitte“ genannt und ein klassisches Vorher-Nachher-Spiel gezeigt: So bist du nicht schön genug, und wir machen dich jetzt viel schöner – das habe ich aufs Korn genommen. Dieser Cartoon war mein erster, der veröffentlicht wurde…“                              (Kompletter Artikel im Menupunkt „wichtig“)

Alter Hut

25. 05. 2018

Couchsurfing, die Möglichkeit, bei interessanten Einheimischen zu wohnen, wurde schon vor langer Zeit von geselligen Katzen erfunden.

titanic  mai ’18

Lesebühne „Liebe für alle“

09. 05. 2018

Es war mir eine große Freude, bei der Hamburger Lesebühne Liebe für alle, Vol. 26  dabei zu sein. So wurde ich von Ella Carina Werner vorgestellt: „…Wenn Miriam Wurster in Buchhandlungen oder Bibliotheken für eine Cartoon-Lesung eingeladen ist, so hat sie mir einmal erzählt, wird sie immer für die Buchhändlerin oder Bibliothekarin gehalten.
Genau das ist ihr Trick.
Da tritt diese freundliche, sympathisch lächelnde Frau auf die Bühne und präsentiert ihre Cartoons, die zu den fiesesten, makabersten und auch lustigsten in ganz Deutschland gehören.
Das nennt man eine gute Fallhöhe….“
Finde ich natürlich super!