Alle Beiträge von wurster@blog

Achtung

29. 08. 2018

Ein unscheinbar wirkender älterer Herr mit guten Umgangsformen spricht alleinreisende Damen im Zug nach Bremerhaven an. Er fragt sie aus, woher sie kommen und wohin sie wollen. Es handelt sich mit Sicherheit um einen Heiratsschwindler, der sich als Mitarbeiter der DB-Fahrgastdatenerhebung ausgibt.

titanic  april  18

Fahrradverleih

08. 08. 2018

Fahrradverleih
Ein Ehepaar kommt zurück mit den eben schon einmal reklamierten Rädern. Der Mann: »Also technisch ist jetzt alles in Ordnung, aber meine Frau ist immer noch unzufrieden!«

titanic  sept 16

Mantras und Mudras

24. 06. 2018

Mantras und Mudras
Beim Yoga geht es nicht um Vergleiche oder Leistung, es fördert Achtsamkeit, Demut und Hingabe. Also gut, durch die geschlossenen Augenlider wird schon geprüft, wie weit die Nachbarin bei der Vorwärtsbeuge kommt, wie lange die Streberin ganz vorne den Pflug halten kann. Am Ende der Stunde kann ich dann endlich punkten, bei der Tiefenentspannung ziehe ich sie alle ab.

titanic  juni 18

Igitte

20. 05. 2018

Wie ich zum Cartoon-machen kam – ein Artikel im Weser Kurier                                                  „…In der zwölften Klasse habe ich dann für die Schülerzeitung eine Frauenzeitschrift persifliert. Ich habe sie „Igitte“ genannt und ein klassisches Vorher-Nachher-Spiel gezeigt: So bist du nicht schön genug, und wir machen dich jetzt viel schöner – das habe ich aufs Korn genommen. Dieser Cartoon war mein erster, der veröffentlicht wurde…“                              (Kompletter Artikel im Menupunkt „wichtig“)

Alter Hut

25. 05. 2018

Couchsurfing, die Möglichkeit, bei interessanten Einheimischen zu wohnen, wurde schon vor langer Zeit von geselligen Katzen erfunden.

titanic  mai ’18

Lesebühne „Liebe für alle“

09. 05. 2018

Es war mir eine große Freude, bei der Hamburger Lesebühne Liebe für alle, Vol. 26  dabei zu sein. So wurde ich von Ella Carina Werner vorgestellt: „…Wenn Miriam Wurster in Buchhandlungen oder Bibliotheken für eine Cartoon-Lesung eingeladen ist, so hat sie mir einmal erzählt, wird sie immer für die Buchhändlerin oder Bibliothekarin gehalten.
Genau das ist ihr Trick.
Da tritt diese freundliche, sympathisch lächelnde Frau auf die Bühne und präsentiert ihre Cartoons, die zu den fiesesten, makabersten und auch lustigsten in ganz Deutschland gehören.
Das nennt man eine gute Fallhöhe….“
Finde ich natürlich super!

Du sprichst mit deinen Pflanzen?

20. 04. 2018

Ein Blick hinter die Kulissen des Cartoonbuchgeschäfts: Diese skizzierte Idee konnte sich nicht durchsetzen bei der Auswahl zum Buch „Du sprichst mit deinen Pflanzen?“ Sie war einfach zu schwach, konnte nicht bestehen im Vergleich mit den anderen hochkarätigen Gartencartoons. Ein Muss für alle Gartenliebhaber, nein eigentlich alle.
https://www.carlsen.de/…/du-sprichst-mit-deinen-pflan…/93473

Garten Buch Pflanzen

Kopfkino

06. 04. 2018

Die Zahnarzthelferin hat meine Ahnungslosigkeit hinsichtlich der Notwendigkeit einer professionellen Zahnreinigung schnell erkannt. Sie holt einen bedruckten Pappzylinder herbei und erläutert mir den Verlauf einer Parodontose. In der ersten Illustration ist ein gesunder Zahn zu sehen, fest verankert in rosigem Zahnfleisch. Im nächsten Bild beginnt sich Zahnstein einzunisten. So geht es weiter, und zuletzt lappt das welke Zahnfleisch zur Seite, der Zahn sitzt locker. Vor meinem inneren Auge setzen sich die Bilder folgerichtig fort: ein Kiefer ohne Zähne, ein Plastiknapf mit passierter Nahrung, ein Sarg wird in die Gruft hinabgelassen, Raben krächzen. Ich entscheide mich für das Leben, zu lediglich 85 Euro.

titanic  2015

Zeremonie

27. 03. 2018

Einmal im Jahr nehme ich an einem Freundinnentreffen teil. Am Ende des Abends wird meistens festgestellt, daß es ja ganz nett sei in diesem Restaurant, nur sehr laut. Daß der Lärm seinen Ursprung an unserem Tisch hat, tut nichts zur Sache.

titanic  feb  2018

Parteigenossen spielen Kasperle für Martin Schulz

Cartoonlesung

06. 02. 2018
Hoffentlich das richtige Outfit für den Club Voltaire…

Titanic Club Voltaire Cartoonlesung

Dienstag, 6. Februar, 20:30 Uhr.                                                                                                                „Frisch aus dem hohen Norden angereist, gibt sich MIRIAM WURSTER diesmal die Ehre im Club Voltaire. Kommen Sie zahlreich, es lohnt sich!
Außerdem lesen die TITANIC-AutorInnen Torsten Gaitzsch, Moritz Hürtgen, Paula Irmschler, Fabian Lichter, Leo Riegel, Ella Carina Werner und Tim Wolff.“

Wohnideen

21. 11. 2017

Wohnideen
Originale Bilder können auch zuhause auf verschiedene Art wirkungsvoll in Szene gesetzt werden: es gibt die Petersburger-Hängung, die Reihenhängung, die Kantenhängung. Weniger bekannt ist die Soziale Kontroll-Hängung. Dabei handelt es sich um Nägel in der Wand, an denen kurzfristig und temporär begrenzt die Bildergaben der zu erwartenden Besucher aufgehängt werden.
titanic mai 17

Nettetal

21. 09. 2017

Nettetal Lobberich Ausstellung Cartoons Vernissage Städtische Galerie im Rathaus

Cartoon-Confiserie Wurster
Ausstellungseröffnung am Freitag, 22. September 2017 um 20.00 Uhr in der
Städtischen Galerie im Rathaus Nettetal
Eine Einführung in die Arbeiten gibt der Dortmunder Cartoonist Ari Plikat.
Ausstellungsdauer 22. September – 04. November 2017

Damenwäscheabteilung

10. 08. 2017

Triumph und Passionata
Die resolutesten Verkäuferinnen findet man in der Damenwäscheabteilung. Freudig unterwerfe ich mich diesen Wunderwesen mit kantigen Brillen. Sie haben eine beruhigend schroffe Autorität und scheuen sich nicht, Kundinnen ihnen ungeeignet erscheinende Ware aus den Händen zu nehmen und somit den Kauf zu untersagen. Es ist immer wieder spannend, in welchem Moment sie unbeirrt -raatsch- den Vorhang der Umkleidekabine aufreissen, um den Sitz des Bhs zu kontrollieren. Niemals würde ich anderen Menschen erlauben, sich hinter mich zu stellen und ohne Warnung die Strumpfhose unter dem Kleid bis kurz unter die Achseln hochzuziehen.

(titanic  aug. ’17)

Damenwäscheabteilung Verkäuferin Kaufhaus Shopping

Ostseebad

25. 07. 2017

Die Seebrücke in Flensburg

Ein bleibendes Bild von den Sommerferien bei meiner Großmutter in Flensburg ist das vom Ostseebad. Früher stand da eine Seebrücke auf gewaltigen Eichenbalken, am Ende der Seebrücke war eine Badeanstalt mit überdachten Bänken, bei denen man sich umziehen konnte und es gab ein mit Stegen umrandetes Becken, in dem ich unter Einsatz meines Lebens mein Freischwimmerabzeichen absolvierte. Ganz weit oben, auf den mit Sisalteppich belegten Holzbrettern stand ein grantiger Bademeister, um die vorgeschriebenen zehn Minuten Schwimmen ohne sich irgendwo festzuhalten zu überprüfen und man hatte viel damit zu tun, nicht zuviel Salzwasser zu schlucken, nicht an die glitschigen und mit scharfkantigen Seepocken besetzten düsteren Buhnen zu kommen, nicht so genau auf die großen Krebse zu achten, die dort wohnten, und nicht in die Tentakeln einer passierenden Feuerqualle zu geraten. Nach dem Schwimmen kam man zähneklappernd und mit allen Wassern gewaschen wieder hoch zu den bekritzelten Umkleidebänken.